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Historie Renault 15/17

Vorgestellt wurden die Modelle Renault 15 und 17 auf dem Pariser Salon im Herbst 1972. Hiermit wollte Renault auf die Welle der sportlichen Coupés aufspringen, wobei der Erfolg der bekanntesten Vertreter dieser Gattung, Ford Capri und Opel Manta, sich nicht einstellen sollte.

Beide Coupés wurden aufgebaut auf der Bodengruppe des Renault 12, von dem in der Basisversion auch der Antrieb stammt. Darauf aufgebaut wurde eine für die 70er Jahre extravagant wirkende Karosserie. Unterscheidungsmerkmal der beiden Modelle sind im Wesentlichen einmal die Scheinwerfer, die beim Renault 15 einfache Rechteckform hatten, während der Renault 17 mit Doppelscheinwerfern ausgerüstet war, sowie die Form der Seitenscheiben. Der Renault 15 besaß große hintere Seitenscheiben zum Ausstellen, während der Renault 17 in den hinteren Seitenteilen mit kleinen Seitenfenstern, die vollständig versenkbar waren, sowie dahinter mit Seitenscheiben ausgestattet war, die mit rippenförmgen Kunststoffteilen verleidet waren.

Im Interieur setzte sich das ausgefallene Styling fort, und zwar besonders am Armaturenbrett, bei dem die tiefliegenden Instrumente mit einzelnen Blendhutzen versehen waren.

Die Basisversion bildete der Renault 15 TL, der mit dem 1289 ccm-Vierzylinder (mit auf 60 PS gesteigerter Leistung) aus dem Renault  12 ausgerüstet war. Der Renault 15 TS und Renault 17 TL besaßen dieselbe Motorisierung, und zwar das 1565 ccm-Aggregat aus dem Renault 16 mit hier 90 PS. Die stärkste Motorisierung besitzt der Renault 17 TS. Hier ist der 1565 ccm-Motor der Basisversion mit einer elektronischen Bosch-Einspritzung kombiniert, die hierbei von Renault erstmals in Serie eingesetzt wird, und hat in dieser Version eine Leistung von 108 PS. Auch ist der 17 TS als einziges Modell der Baureihe mit einem Fünfganggetriebe ausgerüstet.

Automatikgetriebe sind erst ab 1974 für alle Modelle lieferbar, bis dahin kann der 15 TL nicht mit einer Automatik geordert werden.

Ebenfalls 1974 wird der Hubraum des Renault 17 TS geringfügig auf 1605 ccm durch Vergrößerung der Bohrung um 1 mm angehoben, die Leistung allerdings bleibt mit 108 PS unverändert.

Nach Streichung des Renault 12 Gordini aus dem Modellprogramm Ende 1974 wird der Renault 17 TS in Gordini umbenannt, ohne die sportliche Tradition des Vorgängermodells aufzunehmen.

Zum Modelljahr 1976 wird die Optik der Fahrzeuge innen sowie außen modernisiert sowie die Modellpalette rigoros gestrafft. Der Renault 15 TS verschwindet ganz, angeboten wird nur noch der Renault 15 GTL mit dem 60 PS-Motor.

Ebenfalls wird der Renault 17 TL gestrichen, dafür gibt es wieder einen Renault 17 TS, aber jetzt mit konventioneller Vergasertechnik und dem 1647 ccm-Motor mit hier 98 PS aus dem Renault 16 TX.

Parallel wird kurioserweise der Renault 17 Gordini mit der alten Optik bis 1977 weitergebaut.

Mit dem Modelljahr 1979 war die Automatikversion nicht mehr lieferbar, während die Zündanlage noch mit einer kontaktlosen Zündung ausgerüstet wurde.

Mit Ende des Produktionsjahres wurde die Baureihe eingestellt und durch den Renault Fuego ersetzt.

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